"Ich habe Manfred einen Tag nach meinem Geburtstag zum ersten Mal eine E-Mail geschickt und war sehr überrascht, dass bereits tags darauf eine sehr nette Antwort kam. Darauf folgte noch eine Nachricht von mir und danach entstand ... Funkstille. Nun gut, dachte ich mir, ich belasse es erstmal dabei, denn es hätte ja viele Gründe geben können, die einen vom Schreiben abhalten, wie ich es von mir selbst genau wusste.
Nach etwa einem Monat habe ich nochmals vorsichtig nachgefragt, ob seinerseits an einer Bekanntschaft noch Interesse besteht und ich erhielt eine sehr liebe Antwort. Danach ging alles sehr schnell.
Wir haben oft und stundenlang telefoniert und uns bald darauf zu einem persönlichen Treffen verabredet. Ich war sehr neugierig und angespannt und meine Freundinnen fieberten mit mir mit. Wir trafen uns an einem Samstagabend zum Abendessen und trennten wir uns in erst um etwa zwei Uhr morgens, denn wir kamen aus dem Reden und Erzählen kaum mehr heraus.
Am Sonntagnachmittag waren wir bereits wieder gemeinsam unterwegs und wir wussten, dass wir endlich 'angekommen' sind. Wir waren sofort auf der gleichen Wellenlänge, hatten zu sehr vielen Themen ähnliche, wenn nicht die gleichen, Ansichten. Wir mochten gegenseitig unsere Stimmen, das Lachen des anderen, wir konnten uns 'riechen', kurz: wir fühlten uns beide bei dem anderen zu Hause.
Da ich mit meiner Freundin bereits seit Monaten zu einem 'Freundinnen-Urlaub' verabredet war, kam eine endlos lange Trennung von einer ganzen Woche. Aber seit meiner Rückkehr sind wir unzertrennlich. Um es kurz zusammenzufassen: Bereits etwa drei Wochen nach unserem ersten Treffen haben wir beschlossen, zusammen zu wohnen, in Kürze feiern wir unseren Halbjahrestag und wir sind gerade dabei, zu überlegen, einen neuen, gemeinsamen Familiensitz zu gründen.
Wir beide können es jedem nur empfehlen: bloß nicht aufgeben. Es wird bestimmt der Richtige/die Richtige dabei sein!"