Jetzt mal ehrlich: Welcher Frau geht nicht das Herz auf, wenn sie einem Mann mit einem Baby auf dem Arm begegnet? Oder einem attraktiven Herren, der einem Kleinkind beim Schaukeln auf dem Spielplatz Schwung gibt? Unsere Umfrageergebnisse zeigen: Unter 1.000 befragten Singles hatten nur rund 13 Prozent der Männer Kinder, während bei den Frauen die Zahl mit 31 Prozent deutlich höher liegt. Das legt nahe, dass alleinerziehende Single-Väter geringere Schwierigkeiten haben, eine Partnerin zu finden, als alleinerziehende Frauen.
Tatsächlich kommt für knapp die Hälfte der befragten Single-Frauen ein Partner mit Kindern durchaus in Frage. 64 Prozent der Männer aber zeigen keinerlei Neigung, eine feste Beziehung zu einer Frau mit Kind aufzubauen. Frauen stehen Single-Vätern grundsätzlich offener gegenüber. Worin liegt dieses Phänomen begründet?
PARSHIP-Psychologin Sabine Wery v. Limont kann diese Frage beantworten: "Für alleinstehende Frauen rangiert der Wunsch nach einer eigenen Familie weit über der Befürchtung, mit einer solchen Verpflichtung überfordert zu sein. Die Bereitschaft, in einer Patchwork-Familie auch Verantwortung für die Kinder des neuen Partners zu übernehmen, ist bei Frauen daher um einiges größer. Männer auf der anderen Seite sehen sich sofort der Angst ausgesetzt, den Anforderungen einer Patchwork-Familie nicht gewachsen zu sein." Für Single-Mütter bedeutet das leider, dass ein eigenes Kind die Auswahl möglicher zukünftiger Partner verringert. Ganz anders erleben es die Single-Väter. Doch zum Glück gilt immerhin: Je älter Männer und Frauen werden, desto eher können sie sich mit dem Gedanken anfreunden, Teil einer bunt zusammen gewürfelten Familie zu sein. Bleibt zu hoffen, dass in vielen Fällen Single-Väter einfach auf Single-Mütter treffen, um die Aufgaben in der Erziehung und Familie zu teilen.