hinter mir liegt mein erstes Rendezvous mit einem wirklich interessanten Mann. Aus meiner Sicht verlief auch alles gut. Nur das Ende hat mich verunsichert: Er hat mir erklärt, dass er die Zeit mit mir genossen hat, dass er sich auch gerne wieder mit mir treffen möchte, trotzdem möchte er sich auch noch mit anderen treffen. Im Moment kennt er durch PARSHIP fünf Frauen, mit denen er sich regelmäßig trifft. Mich hat das richtig getroffen. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Dieser Mann will, dass es mit uns weitergeht und sich trotzdem noch mit anderen treffen. Ich fand es äußerst unpassend, dass er mir das so gesagt hat. Wie sehen Sie das?"
Annika (44), Laborantin
wir haben den Eindruck, dass der von Ihnen beschriebene Mann es mit der Ehrlichkeit etwas übertrieben hat. Er will auf Nummer sicher gehen, er will sich selbst das Gefühl geben, nichts zu verpassen bei seiner Suche nach der Liebe, er will Sie und außerdem noch andere treffen. Dabei hat er Sie zu einer Bewerberin degradiert. Sie sollen sich jetzt einreihen und gemeinsam mit den anderen Frauen abwarten, wie sich der Herr entscheidet. Dass Sie das betroffen macht, ist voll und ganz verständlich. Im Juni 2006 haben wir eine Umfrage bei 1500 PARSHIP-Mitgliedern durchgeführt. Sie belegt, dass Frauen es als eine Absage verstehen, wenn ihr persönlicher Favorit trotz eines tollen Dates noch andere Verabredungen trifft. Sind Männer in der gleichen Situation, verstehen Sie das als Ansporn, sich noch mehr ins Zeug zu legen. Heißt: Frauen ziehen sich bei so einer Erfahrung resigniert zurück, Männer hingegen legen dann erst richtig los, um die Frau bei all den Bewerbern von sich zu überzeugen.
Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, wie Sie, liebe Annika, die Offenheit von Ihrem Favoriten verstehen können. Ihre Verabredung kann Ihnen eine versteckte Abfuhr gegeben haben. Es ist aber auch möglich, dass er Sie beeindrucken wollte, getreu dem Motto: "Bin ich nicht ein toller Hecht." Grundsätzlich aber sollte die Erwähnung von Treffen mit anderen PARSHIP-Mitgliedern genauso vermieden werden wie die von verflossenen Liebschaften oder geschiedenen Ehen. Der Schwerpunkt bei Ihrem Rendezvous sollte einfach nur bei Ihnen beiden liegen. Es geht ja darum, ob aus Ihnen vielleicht ein Paar werden könnte oder nicht.
Wer mit der Hilfe von PARSHIP nach einem Lebenspartner sucht, begegnet online vielen Menschen. Dabei versteht es sich von selbst, dass jemand auch einfach so sympathisch sein kann. Bei PARSHIP entstehen ja auch Freundschaften. Wer aber einfach nur einen Superlativ erreichen will durch die Anzahl seiner Treffen, blendet letztendlich nur sich selbst. Sobald Sie das bei anderen erkennen, schützen Sie sich selbst und beenden Sie den Kontakt.
Für Sie, liebe Annika, einige Tipps: Sobald Ihnen beim Mailverkehr oder beim Rendezvous etwas eigenartig vorkommt, sprechen Sie das sofort an. Sie sind ja nicht auf den anderen angewiesen. Überwinden Sie sich und springen Sie so für sich selbst in die Presche, so wächst Ihr Selbstbewusstsein. Dadurch gehen Sie gestärkt aus so einer Situation hinaus und wissen einmal mehr, worauf Sie bei Ihrer weiteren Suche achten möchten. Sie sind hier bei PARSHIP definitiv kein Bewerber. Sie sind wie jedes andere Mitglied gleichberechtigt und sollten auch einfordern, dass Sie so behandelt werden möchten. Wir drücken Ihnen von ganzem Herzen die Daumen!
"Ich habe vollstes Verständnis für den Mann. Mir ist so etwas Ähnliches auch schon passiert. Um es mal aus der Sicht des Mannes zu erzählen: Da gibt es eine Frau, die findet man attraktiv, das Treffen war auch angenehm. Es könnte sich also durchaus etwas entwickeln. Nur der berühmte Funke ist eben nicht übergesprungen. Da will man eben doch noch andere treffen. Mich hat dann bei PARSHIP noch eine andere Frau angemailt. Wohlgemerkt ... die Frau hat mir zuerst geschrieben, nicht umgekehrt. Ich habe natürlich höflich darauf geantwortet. Dann ergab eines das andere und schon stand die Frage im Raum: "Wollen wir uns nicht mal treffen?" Natürlich habe ich da zugestimmt. Ich bin ja neugierig und auch unabhängig. Der anderen Frau gegenüber bin ich doch bislang in gar keiner Weise eine Verpflichtung eingegangen. Wir haben eben nur festgestellt, dass wir uns sympathisch sind. Und weil wir uns sympathisch sind, wollte ich auch ehrlich sein und habe ihr gesagt, dass ich eine Verabredung mit einer anderen Frau habe. Es ist auch nicht richtig, hier immer von Rendezvous zu reden. Da sind einfach zwei Menschen, die sich im Internet kennengelernt haben und nun statt einer Mail am Computer mal Worte im richtigen Leben miteinander austauschen wollen. Manchmal denken die Frauen einfach fünf Schritte zu weit. Da ist ein Rendezvous fast schon wie ein Antrag oder ein Versprechen auf Lebenszeit. Diese Einstellung ist aber falsch. Wir alle sind hier bei PARSHIP, um die Liebe zu finden. Da darf man wie im echten Leben verschiedene Räume betreten und sich umsehen – also andere treffen. Wer fair ist, redet auch mit allen Kontakten darüber. So zumindest sehe ich das."
Uwe (51), Buchhändler
"Auch mir ist so etwas schon einmal passiert: Ich hatte Mail-Kontakt, sogar ein richtig angenehmes Rendezvous und dann sagt mir dieser Kerl, dass er mich wieder sehen möchte, er sich aber trotzdem noch mit anderen treffen will. Das hat mir erst einmal die Luft genommen und ich bin einfach so nach Hause gegangen. Dann habe ich mich an den Computer gesetzt und ihm eine Mail geschrieben. Darin stand, dass ich keinen weiteren Kontakt wünsche. Ich kann ganz genau verstehen, wie entwürdigend sich Annika gefühlt hat."
Inge (44), Zahnärztin
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