Jeder Mensch kennt das Gefühl - Schmetterlinge im Bauch, das Herz schlägt schneller - man ist nervös. Doch während Nervosität für ein paar Menschen ganz normal ist und zum Alltag dazugehört, so kann sie für andere Menschen ein großes Problem werden - zum Beispiel bei der Partnersuche. Spätestens beim ersten Kennenlernen ist es soweit - man ist aufgeregt und Nervosität macht sich bemerkbar. Wer nun in Panik verfällt, Schweißausbrüche bekommt und dann auch noch knallrot anläuft, der fürchtet, dass es mit dem ersten Date schon wieder vorbei ist, noch bevor es überhaupt angefangen hat. Doch wie kann man sich gegen solche Attacken am besten schützen und dafür sorgen, auch in aufregenden Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren?
Frühlingsgefühle mit Verspätung
Irma und Robert (beide 34)
Der schönste Jahresanfang
Elisabeth (42) und Roland (46)
Nervosität ist oftmals ein Zeichen für die Angst vor etwas Unerwartetem. Menschen fürchten das, was sie nicht kennen, planen oder kalkulieren können. Wer sich nicht schnell anpassen kann oder einen strukturierten Tagesablauf mag, der wird dieses Problem bereits häufiger erlebt haben und stets mit Nervosität kämpfen müssen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun. Nicht nur beim ersten Date, auch bei Vorträgen, Präsentationen oder wichtigen Bewerbungsgesprächen kann man nervös werden, das Prinzip dahinter ist immer dasselbe. Um hier der Nervosität Einhalt zu bieten, kann man mit ein bisschen Planung und Übung schnell Fortschritte erzielen.
Der Betroffene sollte sich bereits im Vorfeld Gedanken über das ihm bevorstehende Ereignis machen - beispielsweise das erste Treffen mit einem potentiellen neuen Partner. In Ruhe sollte er sich fragen, was er sich von dem ersten Treffen erhofft, was idealerweise geschehen könnte und was schlimmstenfalls passieren könnte. Manchen Menschen hilft es besonders, hier eine Liste anzufertigen. Die Liste wächst und man sieht sich bald einer Vielzahl von unliebsamen Situationen gegenüber. Beispielsweise könnte man Angst haben, auf Fragen unpassend zu antworten, zu schnell zu viel von sich zu erzählen oder auf den potentiellen Partner einen schlechten ersten Eindruck zu machen. Diese Ängste würden dann zur Nervosität führen, durch welche oft erst verzweifeltes oder unpassendes Verhalten ausgelöst wird. Besieht man sich seine Liste und geht nun die Punkte Schritt für Schritt durch, so lassen sich viele jedoch leichter lösen, als man vielleicht denkt.
Wer nicht zu schnell zu viel von sich erzählen möchte, der kann sich im Vorfeld Themen überlegen, über welche er gerne beim ersten Date sprechen möchte. Er kann sich auch darauf konzentrieren, den potentiellen Partner mehr zu fragen, um nicht in die Verlegenheit zu geraten, zu viel zu reden (was besonders Frauen schnell passiert und ihnen dann unangenehm ist). Auch sollte man sich im Vorfeld überlegen, wie weit man beim ersten Date gehen möchte, um sich nicht von einer unvorhergesehenen Handlung überrumpeln zu lassen und aufgrund entstehender Nervosität dann unbesonnen zu handeln. Für manche Menschen ist ein erster Kuss oder eine Umarmung angebracht, andere möchten damit noch warten. Der Schlüssel liegt darin, sich im Vorfeld - während man Ruhe und Zeit hat - darüber Gedanken zu machen, um später nicht aus Nervosität unbesonnen zu handeln.