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Wien

Christine (51) und Wolfgang (55)

Christine (51, Angestellte) lernte mit Parship.at Wolfgang (55, Angestellter) kennen, der wie sie in Wien lebt. Sie hat uns geschrieben:

Hallo, Dirndl!

"Nach einer allzu langen Zeit als Single hab ich im Sommer 2008 beschlossen, initiativ zu werden. Der lange Fragebogen bei Parship machte mich zuversichtlich, dass hier eine psychologisch fundierte Analyse die Basis darstellt. Anfangs war es aber eher enttäuschend, ich fühlte mich von kaum einem der Herren wirklich angesprochen. Von einer Freundin wusste ich, dass sie einen Mann über Parship kennen gelernt hatte, so tauschte ich mit ihr Erfahrungen aus, und sie gab mir Tipps.

Ich wählte nun sehr systematisch nach meinen persönlichen Kriterien aus. So verlockend 84% MP auch sein mögen, wenn der Wohnsitz mehr als 200 km weit weg ist, wie will man einander kennen lernen? Ich begann zu beobachten, wer denn meine Seite besucht hatte, las 'sein' jeweiliges Profil (was leider nur bei wenigen Herren auch informativ genug ist), dadurch hat 'er' auch bemerkt, dass ich Interesse bekunde, und dann hab ich abgewartet, ob eine Reaktion kommt. Durch das bewusste Vergeben eines 'Namens' wusste ich jeweils, ob ich dieses Profil bereits gelesen hatte. Jetzt kam es eher behutsam zu Kontakten, die bei mir echtes Interesse weckten. Ich wollte mich bewusst 'finden lassen' und hab selbst kaum den ersten Schritt gemacht.

Mir ist wichtig, dass mein Partner sich auch verbal gut ausdrücken kann. Herren, die mich sofort treffen wollten, ohne voneinander im Voraus viel zu wissen, fand ich nicht recht sympathisch. Es grenzt an Zeitverschwendung, jeden Herrn persönlich zu treffen, um dann 'erste Eckdaten' im Kaffeehaus auszutauschen. Ein wenn auch kurzer, aber inhaltsreicher Austausch über E-Mail war für mich fast schon Grundvoraussetzung.

Und genau diese Qualität fiel mir bei jenem Mann sofort ins Auge, der mich fast absichtslos einfach sehr humorvoll angeschrieben hat. 'Hallo Dirndl, oder ist das etwa eine Latzhose auf dem verschwommenen Bild ...' Gleich bei diesem ersten kurzen E-Mail musste ich lächeln. (Wie heißt es nicht so treffend: A smile is the shortest distance between two people). Dass er mich auf meine Kleidung angesprochen hat, gefiel mir, denn diesen Akzent habe ich bewusst gesetzt. Aufgrund der Beschreibung meiner Wohnsituation hat er die Vermutung geäußert, dass wir fast Nachbarn sind. Auch ihm war es sichtlich wichtig, jemanden in relativer Nähe zu finden. Dieser Mann hat nicht nur gelesen, was ich geschrieben habe, er hat mich auch 'verstanden'.

Bei ihm war ich vom ersten schriftlichen Kontakt an begeistert, ich musste über die Wortwahl schmunzeln, bewunderte seinen Einfallsreichtum und seine doch auch klugen Überlegungen, die hinter den teils knappen Formulierungen standen. Auch hat er mich einige E-Mails lang gar nicht sofort sehen wollen, sondern es entstand einfach ein zwanglos netter Gedankenaustausch mit viel Humor. Die Konversation, die unseren Bilderaustausch begleitete, war fast filmreif. Ich wusste bald, mit diesem Mann wird es nie langweilig. Es entstand in sehr kurzer Zeit eine für beide überraschende Vertrautheit.

Das erste Treffen war dann in einer Weise gar nicht mehr so voller Ungewissheit, sondern ich empfand es fast wie eine Bestätigung dessen, was ich vorher in mir gespürt hatte. Seine angenehme Stimme, die angeregte Plauderei zu diversen Themen, schon weit weg von Smalltalk, es war, als würden wir einander bereits seit Jahren kennen. Unser Gespräch am Heurigentisch verlief ohne Pannen, ohne jedwede Anzüglichkeiten oder Peinlichkeiten. Ist es doch zu flach?, fragte ich mich. Wo ist die Aufregung der ersten Begegnung? Ich suchte über Augenkontakt eine Art nonverbaler Konversation. Doch nichts kam drüben an: Coolness pur mir gegenüber.

Er begleitete mich auch ganz ordentlich bis zur Eingangstüre meines Wohnhauses, bedankte sich formvollendet für den netten Abend und sprach die Hoffnung auf eine Wiederholung aus. Dann verabschiedete er sich bei mir völlig überraschend mit einem innigen und zärtlichen Kuss, der mir förmlich den Boden unter den Füßen wegzog. Ich hatte mit einem Schlag zitterige Knie und war verlegen wie seinerzeit mit 17 Jahren ... Wie kann einem das mit 51 noch passieren? Da war von Absichtslosigkeit von seiner Seite her keine Spur mehr. Rasch verabschiedete ich mich und verschwand hinter der Eingangstüre, weil ich ja meine Prinzipien nicht brechen wollte.

Doch ich konnte keine Ruhe finden und schickte ganz gegen meine Gewohnheit ein SMS ab. Der Rückruf kam umgehend. Seine Coolness war bloß dadurch begründet, weil er seine Antennen - aus negativer Erfahrung heraus - am ersten Abend noch nicht so richtig auf Empfang gestellt hatte. Ich hätte es beinahe durch meine Ungeduld vermasselt ... Es folgte ein intensiver Austausch über E-Mail, da knisterte es schon beim Lesen und Schreiben, und die Sehnsucht nacheinander wuchs und wuchs.

Bald schon war uns beiden klar, dass wir nicht länger auf der Suche sind, sondern uns eben einfach gefunden haben. Immer häufigere Treffen, Radausflüge, gemeinsames Kochen und lange Spieleabende brachten uns einander immer näher. Unser zartes Beziehungspflänzchen wurde aber bald schon auf die Probe gestellt, als er fünf Wochen nach dem ersten E-Mail für zwei Wochen ins ferne Ausland reisen musste. Wir hatten keine andere Möglichkeit, als über SMS in Kontakt zu bleiben. Doch auch diese Hürde haben wir gemeistert, und bald nach seiner Rückkehr folgten schon erste Kontakte mit Familienmitgliedern seiner und meiner Seite.

Ich bin gelandet, ich habe wieder einen Hafen, eine neue seelische Heimat, wie auch immer man es bezeichnen möchte, es fühlt sich einfach toll an. Sein 'liebes Dirndl' werde ich wohl noch lange bleiben!

Allen noch Suchenden wünsche ich das nötige Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, wenn auch hier nur virtuell. Ich wünsche Ihnen allen außerdem das nötige Durchhaltevermögen und auch den Mut, das Wagnis einzugehen und nicht auf einen vielleicht noch perfekteren Partner zu hoffen. Bleiben Sie sich selbst treu, aber seien Sie genauso zu Kompromissen bereit, wir haben doch alle unsere Fehler und wollen so angenommen werden, wie wir eben sind. Und an die Romantiker/innen: Trauen Sie sich, zu warten, bis der Funke wirklich springt, aber bedenken Sie auch, dass es eben nur ein Funke, ein feines Knistern ist. Ihre innere Haltung dazu haben Sie selbst in der Hand, die Antennen für unausgesprochene Worte, Gesten, Blicke müssen da sein. Also bitte ausgeruht zu Dates gehen, nicht in Zeitnot sein, dann lieber einen Termin an einem anderen Tag vereinbaren.

Hier noch eine Anekdote: Ein Chorfreund erkundigte sich nach einem gemeinsamen Konzertbesuch nach meinen Parship-Erfahrungen, weil er sich auch auf Partnersuche machen will. Ein Pärchen, das sich in dem überfüllten Lokal an unseren Tisch gesetzt hatte, konnte unser Gespräch zwangsläufig ein wenig mithören. Als mein Chorkollege zweifelte, ob denn das funktioniere, 'mussten' die beiden uns bestätigen, dass es funktioniert - nun schon seit sechs Jahren bei ihnen beiden! Sie hatten einander über Parship kennen gelernt."

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