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PARSHIP-Studien – Mai 2012

Beruf und Persönlichkeit

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Jeder kennt die Klischees bestimmter Berufsgruppen: Informatiker sind zurückhaltend, Designer unkonventionell und Juristen lieben und leben soziale Normen. Parship ist diesen Stereotypen - mit Unterstützung der Universität Bremen - nachgegangen.

Nenne mir deinen Beruf und ich sage dir, wie du bist!
Anhand von 3.900 anonymisierten Parship-Mitgliederdatensätzen hat sich die wissenschaftliche Abteilung von Parship damit beschäftigt, ob es einen Zusammenhang zwischen dem ausgeübten Beruf und der Persönlichkeit gibt. Die persönlichkeitsrelevanten Merkmale wurden anhand des Parship-Tests und der Beruf anhand freier Einträge der Mitglieder im Profil ermittelt. Der Test erfasst Persönlichkeitsmerkmale, die gerade in Partnerschaften besonders relevant sind. Dementsprechend beziehen sich die Ergebnisse dieser Untersuchung auf Singles und ihre beziehungsrelevanten Persönlichkeitseigenschaften, wobei diese einen Großteil der Persönlichkeit abbilden.
 

Zur Ermittlung der Variation von Persönlichkeitseigenschaften über unterschiedliche Berufsgruppen hinweg wurde eine multivariate Varianzanalyse gerechnet. Bezüglich der Wechselwirkung zwischen Beruf und Persönlichkeit ist anzunehmen: Die grundlegende Persönlichkeit wird lange vor dem Beruf gebildet. Das bedeutet, dass der Beruf nicht der Auslöser für ein bestimmtes Persönlichkeitsmuster ist. Es ist vielmehr so, dass sich bestimmte Persönlichkeitsmuster auf die Wahl des Berufes auswirken. Allerdings kann die berufliche Tätigkeit Personen zusätzlich prägen und somit eine Verstärkung oder Abschwächung bestimmter Ausprägungen in den Merkmalen aufgrund der beruflichen Tätigkeit (und des dort vorhandenen sozialen Umfeldes) zustande kommen.

Betrachtet man die Berufsgruppen unserer Stichprobe genauer, fällt auf, dass manche Stereotypen durchaus zutreffen:

  • So haben Informatikerinnern und Informatiker eine überdurchschnittlich starke Ausprägung des Merkmals Introversion. Sie sind also eher in sich gekehrt, still und beobachtend. Äußere Eindrücke werden primär in Auseinandersetzung mit sich selbst verarbeitet, anstatt das Umfeld mit einzubeziehen.
  • Designer/innen und Grafiker/innen legen Wert auf Individualismus und Originalität. Sie fallen gern aus der Reihe und leben lieber unkonventionell. Gesellschaftliche Verhaltensregeln sind ihnen, verglichen mit dem Durchschnitt, weniger wichtig. Dieses Ergebnis unterstützt das klischeehafte Bild des Designers, welcher mithilfe seiner Kreationen die gesellschaftliche Grenze sprengt und Neues erschafft.
  • Für Juristen und Juristinnen hingegen sind soziale Normen und Werte von zentraler Bedeutung. Zudem handeln die weiblichen Vertreter dieser Berufsgruppe im Vergleich eher sachlich und entscheiden logisch und rational.
  • Die Analyse hat weiterhin ergeben, dass Journalisten und Journalistinnen ausgesprochen empathisch sind, das heißt, im Vergleich zum Durchschnitt sind sie eher dazu in der Lage, sich in Situationen hineinzuversetzen und in andere Personen einzufühlen. Bei den männlichen Journalisten gehen die hohen empathischen Fähigkeiten mit wenig Sachlichkeit und selten mit praktischem Handeln einher.

Fakt ist: In erster Linie entscheidet die Persönlichkeit und damit verbundene Kompetenzen über den Beruf und nicht umgekehrt. Die grundlegende Persönlichkeit bildet sich in der Kindheit und beeinflusst die spätere Berufswahl. Die berufliche Tätigkeit kann Persönlichkeitseigenschaften verstärken oder abschwächen, extreme Veränderungen tauchen aber nicht auf. Die Untersuchung zeigt, dass hinter einem Großteil der Klischees über Berufsgruppen zumindest teilweise ein wahrer Kern steckt.

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