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Offenheit
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  • #1

    Offenheit

    Liebe Forum-Mitglieder,
    ich habe im letzten Frühjahr meinen Damaligen Beziehungspartner durch Suizid verloren. Wir waren eineinhalb Jahre zusammen und haben eine Fernbeziehung geführt (ca.100km).Im Juni habe ich wieder begonnen nach Dates zu suchen. Ich bin im Freundeskreis und in meiner Familie auch auf der Arbeit gut aufgefangen worden. Nun bin ich aber doch verunsichert, wie offen ich mit dieser Erfahrung neuen Bekanntschaften gegenüber umgehen soll. Ihr könntet mir helfen, ein Meinungsbild zu bekommen und mir damit die Entscheidung erleichtern. Ein herzliches Dankeschön im Voraus für Eure Beiträge.

  • #2
    Liebe Silvi

    Es tut mir leid, musstest du eine solche Erfahrung machen. Schön, dass du von deiner Umgebung gut aufgefangen wurdest.

    Meine Meinung: Offenheit ist wichtig - Details eher nicht. Sollte beim kennnelernen die Sprache darauf kommen, woran die letzte Beziehung gescheitert ist, würde ich dies mit "durch einen Todesfall" kommentieren. Ich denke, dein Gegenüber sollte genug Feingefühl besitzen um nicht weiter nachzufragen.

    Sollte sich eine Beziehung entwickeln und es dir ein Bedürfnis sein, würde ich es nochmals ansprechen und Suizid erwähnen.

    Ich wünsche dir alles Liebe.

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    • #3
      Ich würde, wie offen oder oder nicht ich im Gespräch wäre, auch als Anzeiger dafür nehmen, wie ich mit der Erfahrung mittlerweile umgehen kann. Im Forumssprech: wie gut ich sie verarbeitet hätte.
      Wenn du merken solltest, daß du nicht so offen sein möchtest oder kannst, muß das übrigens keinen Verzicht aufs Daten begründen. Gehört ja alles zum Leben.
      Ich empfehle jedoch auch umgekehrt eine gewisse Großzügigkeit, wenn es ums Beurteilen der Reaktionen derjenigen geht, die du triffst. Wer nicht gleich die richtigen Worte findet, muß nicht schon bei einem Test auf Sensibilität durchgefallen sein.

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      • #4
        Ich würde auch eher defensiv agieren. So, wie Fleure es schrieb.
        Ein empathischer Mann, wird Dich am Anfang nicht zu weiteren Details ausfragen. Die kannst Du immer noch preisgeben, wenn sich wirklich eine Beziehung ergeben sollte.

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        • #5
          Ich hab jetzt auch ein paar Witwen in der Liste (50 - 60). Ist ja auch nicht verwunderlich. Zwei meiner Freunde sind auch schon tot. Mangels Erfahrung kann ich nicht sagen, welches Beziehungsende "schlimmer" ist. Durch Scheidung / Trennung oder Tod. Ist wohl beides Mist. Sollte aber kein Hinderungsgrund sein, wieder was neues zu beginnen.

          Also eben, die Offenheit bestimmst Du selbst. Und an der Art, wie er damit umgeht, merkst Du gleich, ob er was taugt.

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          • #6
            Ihr Lieben, vielen Dank für Eure freundlichen Rückmeldungen. Größtenteils bestätigen sie mir mein eigenes Denken und Verhalten. Ihr nehmt mir ein Stück Unsicherheit und das tut gut!

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            • #7
              Ich würde so wenig wie möglich darüber sprechen. Sollte es zum Thema werden, würde ich ihm versuchen zu vermitteln, daß du nicht erwartest, daß er deine Wunden "heilen" soll, sondern daß das dein Ding ist, was du mit anderen Personen behandelst. Damit er nicht denkt, daß er nun auch in Verantwortung gezogen werden soll.
              Sehr persönliche Details würde ich einem Mann erst erzählen, wenn es eine wirklich gefestigte Beziehung ist.

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              • #8
                Ich würde ihm gar nichts darüber erzählen. Es geht hierbei nicht um dich, sondern um deinen Ex. Mit dem gewissen Feingefühl ausgestattet wird er dich ohnehin nicht danach fragen.

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                • #9
                  Langfristig entsteht aus einem Verschweigen aber eine Diskrepanz. Wo endet Feinfühligkeit, wo beginnt Desinteresse? Wie kann echte Nähe entstehen, wenn der andere elemanteres aus dem Leben des neuen Partners nicht erfährt?

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                  • #10
                    Zitat von Nolita Beitrag anzeigen
                    LWie kann echte Nähe entstehen, wenn der andere elemanteres aus dem Leben des neuen Partners nicht erfährt?
                    Es ist nicht elemetär. Es ist etwas vergangenes und abgeschlossenes. Von daher.... ;)

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                    • #11
                      :-))) Du siehst es sehr pragmatisch. Ich glaube nicht, daß viele Frauen es genauso pragmatisch sehen.
                      Ob man mit sowas jemals "abschließen" kann? Der Sohn einer Bekannten ist seit 18 Jahren tot. Sie bricht jedes Jahr am Todestag zusammen. Nach ein paar Tagen geht es ihr dann wieder besser. Nach außen hin. Wie es in ihr innen aussieht, weiß ich nicht.
                      Einen Unterschied macht auch die Todesursache und die Verbundenheit der beiden Personen. War es so eine LalaBeziehung, ist es etwas anderes als wenn man kurz vor der Hochzeit stand.
                      Zuletzt geändert von Nolita; 09.01.2017, 22:03.

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                      • #12
                        Zitat von Nolita Beitrag anzeigen
                        Ob man mit sowas jemals "abschließen" kann?
                        Diese Rede von "abgeschlossen" ist ja ohnehin sehr unsensibel. Also die übliche Forumsgrobfühligkeit.
                        Und wem ein Ereignis bloß abgeschlossene Vergangenheit wäre, bei dem wären Nachfragen nicht tabu.
                        i

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                        • #13
                          Also ich kann mir vorstellen, dass ein Suizid eine Trauer auslöst die nicht so einfach zu verarbeiten ist. Einen neuen Partner zu suchen ist ein Schritt nach vor. Jedoch ist so eine schwierige Situation schwer zu verbergen und das stelle ich mir nicht easy vor und der Person gegenüber nicht ganz fair- ich glaube auch, dass es sich irgendwie ungünstig auswirken könnte. Ich würde nicht gerne in so eine Situation kommen wo atmosphärisch ein Geheimnis in der Luft liegt. Zumindest könnte man sagen, dass es etwas Belastendes zum Thema "frühere Beziehungen" gibt.

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                          • #14
                            Zitat von Nolita Beitrag anzeigen
                            Einen Unterschied macht auch die Todesursache .
                            Welchen denn?

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                            • #15
                              Ich finde schon, daß Suizid einen mit besonderer Fassungslosigkeit zurückläßt.

                              Zumal das ja meist nicht im biblischen Alter passiert. Also stimmt oft die "Reihenfolge" nicht. Und zumindest für mich macht es das schwieriger.

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