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Wenn Freunde kuppeln

Jeder Single kennt sie, die Verkupplungsaktionen wohlmeinender Freunde. Meistens geht so etwas ganz fürchterlich schief. Deshalb plädiert unser Autor für ein Verkupplungsverbot.

Wenn Freunde kuppeln © iStock

Jeder, der mal Single war, weiß: Das Schlimmste am Alleinsein (außer dem Alleinsein) sind die wohlmeinenden Freunde und ihre Verkupplungsaktionen. Die wohlmeinenden Freunde, die denken: "Wäre doch gelacht, wenn wir den nicht unter die Haube bringen." Dann durchstöbern sie ihren Bekanntenkreis nach Möglichkeiten: "Jeanette? Nee, die steht doch auf Fußballerwaden. Belinda? Passt! Seit zwei Jahren allein. Nicht Liv Tyler, aber auch nicht Fräulein Frankenstein. Und Gemeinsamkeiten gibt es auch: Beide haben Freischwimmer, und beide mögen Nudeln und Musik. Da sind schon Silberhochzeiten mit weniger Übereinstimmung gefeiert worden!"

Ohne Argwohn in die Falle

Dann kommt die Einladung zum geselligen Abend beim Italiener. "Es kommen noch ein paar Freunde. Sind nett, wirst schon sehen." Nichts Böses ahnend, betritt man das Restaurant. Und dort? Die "paar Freunde" entpuppen sich als eine Freundin. Und die wohlmeinenden Freunde müssen ganz plötzlich los. Das Carpaccio ist verdorben, der Hamster hat Durchfall und müde sind sie obendrein! Nun beginnt die eigentliche Pein. Die übrig Gebliebenen haben sofort durchschaut, was hier läuft. Aber keiner will es zugeben - das wäre eine Blöße, und man könnte schließlich auch falsch liegen. Also wird gute Miene gemacht und Konversation betrieben.

In-den-Boden-Versink-Momente

Wie in solchen Situationen üblich, ist der Job das Einstiegsthema. Dabei stellt sich heraus, dass Belinda nach dem Freischwimmer noch den Deutschen Schwimmpass erworben hat und heute als Rechtsaußen des nationalen Damenwasserball-Teams ihren Lebensunterhalt verdient. Irgendwie glamourös natürlich, aber mit dem entscheidenden Nachteil totaler Abstinenz und lebenslanger Kohlenhydrat-Diät (Nudeln!). Das Gespräch stockt, und mit einer geschickten Überleitung (Extremsport zu Extremmusik) versucht man sich in Situationsrettung. Als sie aber die Begeisterung für die 23. Platte der Thrash-Metal-Band Anthrax mit einem "Kenn ich nicht. Ich höre eigentlich nur Klassik. Und die WM-Hymne von Grönemeyer finde ich ganz gut." kontert, ist Schluss. Schweigend isst man die Nudeln (!) auf und verabschiedet sich um halb zehn.

Knast wäre das Mindeste!

Wie unangenehm! Früher wäre so eine Aktion wohlmeinender Freunde unter den Straftatbestand des versuchten Verkuppelns gefallen. Die Guten wären für einen Tag oder fünf Jahre in den Knast gewandert. Und das zu Recht! In der Liebe ist es nun mal häufig so, dass die Kraft, die stets das Gute will, meist das Böse schafft. Und das sollten sich die wohlmeinenden Freunde mal hinter die Ohren schreiben. Trösten dürfen sie, aufmuntern auch, aber verkuppeln - das geht zu weit! Die Partnerfindung ist eine komplizierte (und folgenreiche) Angelegenheit, da sind Experten gefragt. Kai Pflaume zum Beispiel. Oder Parship. Oder eben man selbst.

Martin Schaefer/Parship

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