Single-Männer befürworten Väterkarenz

09.06.2011 Katharina Hemmelmair

Parship-Umfrage: Fast zwei Drittel der österreichischen Single-Männer sind dafür, dass auch Väter Karenzzeit in Anspruch nehmen. Mehr als 80 Prozent haben bereits Kinder oder möchten gerne einmal eigenen Nachwuchs haben.

Wien,

Anlässlich des nahenden Vatertags wurden heimische Single-Männer zu den Themen Kinderwunsch und Karenz befragt. Die große Mehrheit wünscht sich Kinder: 64 Prozent wollen einmal selbst Kinder haben, 18 Prozent haben bereits welche. Gründe gegen einen Kinderwunsch wären für 39 Prozent der Befragten die falsche Partnerin, der Job hingegen wäre nur für 18 Prozent ausschlaggebend, sich gegen Kinder zu entscheiden. Dem Thema Väterkarenz stehen 65 Prozent der Befragten positiv gegenüber. Das ergab eine Umfrage von PARSHIP.at unter insgesamt 297 männlichen Mitgliedern im Mai 2011.

Ausgeprägter Kinderwunsch

Nur 18 Prozent der Männer wollen keine Kinder, die überwiegende Mehrheit mit 82 Prozent wünscht sich oder hat bereits Nachkommen.
„Das Thema Kinder ist bei den befragten Single-Männern sehr positiv besetzt, der Wunsch nach Nachwuchs eindeutig vorhanden“, so Caroline Erb, Psychologin bei PARSHIP.at. „Sofern die passende Partnerin gefunden wird, steht der Familienplanung nicht mehr viel im
Weg.“ Unabhängig von der Partnerschaft werden finanzielle Sorgen und Zukunftsängste (21 Prozent), Karriere (18 Prozent) sowie wenig
Lust auf Verantwortung (16 Prozent) als mögliche Hindernisse auf dem Weg zur Vaterschaft genannt.

Intensive Bindung zum Kind

Knapp zwei Drittel aller befragten Single-Männer finden es gut, dass auch Väter Karenzzeit in Anspruch nehmen, damit beide Elternteile
eine intensive Bindung zum Kind aufbauen können. „Erfreulich ist, dass sich immer mehr Single-Männer familiär zukünftig stärker engagieren wollen und sich ganz klar wünschen, bei Erziehung und Bindung von Anfang an eine ebenso wichtige Rolle wie die Mütter zu spielen“, analysiert Erb. Knapp ein Viertel könnte sich vorstellen, für einen kürzeren Zeitraum daheim zu bleiben, wie zum Beispiel im Rahmen des „Papa-Monats“. Sieben Prozent der Befragten denken, dass die Gesellschaft für eine Väterkarenz noch nicht bereit sei und die
Umsetzung daher schwierig wäre. Und noch weniger, nämlich nur fünf Prozent, sind der Meinung, dass derjenige, der weniger verdient, in
Karenz gehen sollte – in der Regel die Frauen.