„Und wen wählst du, mein Schatz?“

25.09.2013 Katharina Hemmelmair

Repräsentative PARSHIP-Studie: Ein Viertel der Österreicher weiß nicht, für welche Partei der Partner am kommen den Wahlsonntag stimmen wird. Die übrigen drei Viertel  kennen das
Wahlverhalten ihres Partners: Nur 16 Prozent wählen „immer“, 39 Prozent „meistens“ die gleiche Partei wie ihr Partner, 10 Prozent stimmen nie überein.

Wien,

Jeder vierte in Beziehung lebende Österreicher weiß nicht, welche Partei der eigene Partner wählt. Lediglich 16 Prozent geben an, ihr Kreuzerl immer b ei der gemeinsam präferierten Partei zu machen. Weitere 39 Prozent wählen aber „meistens“ dieselbe Partei wie der Partner. Generell herrscht innerhalb der heimischen Partnerschaften politische Übereinstimmung: Drei Viertel stimmen in fast allen oder vielen Ansichten  überein. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die von Mark etagent.com im Auftrag von PARSHIP.at durchgeführt wurde. Befragt  wurden 1.047 Personen zwischen 18 und 69 Jahren im Mai und Juni  2013.

Wandel im Wahlverhalten: Politische Einigkeit steig t im Alter

Je älter desto eher wählen beide Partner ähnlich –  70 Prozent der 60 bis 69-Jährigen wählen immer oder meistens gleich,  während dies nur
42 Prozent der 18-29-Jährigen tun. Mag. Christoph Hofinger vom SORA-Institut, seit vielen Jahren in der Wahlforschung tätig, stand der
Studie als Experte zur Seite: „Jüngere reflektieren  ein im Lauf der Jahrzehnte mobiler gewordenes Wahlverhalten. Sie wählen seltener dieselbe Partei und kennen daher auch das Wahlverhalten des Partners nicht so genau.“ Im Grunde ist die Mehrheit der Befragten durchaus tolerant und gibt an, nicht auf politische Einigkeit in der Partnerschaft zu bestehen. Eine Mehrheit (58 Prozent) könnte damit leben, dass der Partner politisch anders denkt. „Entscheidend ist,  dass Paare sich in ihrer Wertehaltung einig sind und vor allem ähnlich e Ansichten haben, was beispielsweise Treue und Ehrlichkeit betrifft“,  sagt Mag. Caroline Erb, Psychologin bei PARSHIP.at.