Liebesglück trotz Bildungslücke?

04.09.2014 Katharina Hemmelmair

Zum Start des Herbstsemesters in österreichischen Fachhochschulen, Universitäten und Weiterbildungsinstitutionen befragte PARSHIP.at, Österreichs größte Partneragentur, Singles dazu, wie wichtig das Bildungsniveau des künftigen Partners für sie persönlich ist. Für Frauen hat der Bildungsgrad eines potentiellen Partners einen weitaus höheren Stellenwert als für Männer.

Wien,

Für 76 Prozent der weiblichen Singles ist es wichtig, einen Partner mit ähnlichem Bildungsstatus zu finden – das gilt hingegen nur für 51 Prozent der Männer. Lediglich ein Prozent der Frauen gibt an, dass dieser Punkt für sie völlig unwichtig wäre. Dem stehen 11 Prozent der
männlichen Singles gegenüber, für welche die Frage der Bildung ihrer „Zukünftigen“ kein Thema ist. Das ergab eine aktuelle Umfrage von
PARSHIP.at, die unter 347 Mitgliedern im August 2014 durchgeführt wurde. „Frauen legen besonderen Wert darauf, mit einem Partner mindestens auf gleicher Augenhöhe zu kommunizieren. Auch ein höherer Bildungsgrad als der eigene wirkt durchaus anziehend und erstrebenswert“, so Caroline Erb, Psychologin bei PARSHIP.at. „Gerade in den letzten Jahrzehnten gibt es immer mehr top ausgebildete Frauen. Dadurch steigen natürlich auch die Ansprüche und Erwartungen an einen Partner.“

Zur Liebe gehört auch intellektueller Austausch

Auch gehe es in modernen Partnerschaften darum, sich intellektuell austauschen zu können und gemeinsam Freude daran zu haben sich
weiterzubilden, so Erb weiter. Den Umfrageergebnissen zufolge trifft dies insbesondere auf Frauen zu. Bei der Partnersuche ist es aber auch hilfreich, nicht zu enge und starre Kriterien in puncto Traumpartner an den Tag zu legen und hin und wieder über den Tellerrand zu schauen, auch was die Ausbildung betrifft. Daher rät die Expertin: „Ohne Frage ist die Bildung des Partners wichtig – entscheidend aber ist, dass man sich auf emotionaler Ebene versteht. Eine stimmige Mischung aus passenden Persönlichkeitsfaktoren, ähnlichen Interessen und Wertvorstellungen tragen zu einem dauerhaften Liebesglück bei.“

Hotspot für Partnersuche: Internet toppt Ausbildungsstätten

Interessante Ergebnisse zu den erfolgreichsten Orten der Partnersuche, liefert die aktuelle Sommerstudie, die von Marketagent.com im Auftrag von PARSHIP.at durchgeführt wurde und repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ist: Demnach glaubt nur etwa ein Drittel der Österreicher, den Richtigen bzw. die Richtige in der Schule oder beim Studium zu finden (36,7 Prozent), lediglich 12,8 Prozent haben ihren Partner tatsächlich im Rahmen ihrer Ausbildung kennengelernt. Längst hat das Internet auch dieses traditionelle Pflaster für die Partnersuche überholt: Bereits 63,3 Prozent sind der Meinung, dass man einen Partner online kennenlernt, jeder fünfte der insgesamt 1.000 Studienrespondenten hat schon mindestens ein Mal die Liebe im Internet gefunden.