Wiener Singles wünschen sich politisch gleichgesinnten Partner

08.10.2015 Katharina Hemmelmair

Parship-Umfrage anlässlich der Wiener Wahlen: Bildung, Asylpolitik und die EU sind für Wiener Singles die wichtigsten politischen Themen. Die Mehrheit hat sich schon einmal politisch engagiert und wünscht sich günstigere Mieten bei Single-Wohnungen sowie die Reduktion von pauschal eingehobenen Gebühren.

Wien,

Drei Viertel der Wiener Singles geben in einer aktuellen Umfrage der Online-Partneragentur PARSHIP.at an, sich für Politik zu interessieren. Aktiv mitverfolgt werden dabei vor allem die Themen Bildung (63% Zustimmung), Asyl- und Fremdenpolitik (57%) sowie EU / europäische Politik (54%). Das politische Interesse der Wiener Singles spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, dass sich 63 Prozent einen politisch gleichgesinnten Partner wünschen – nur acht Prozent ist es egal, ob der Partner bzw. die Partnerin in politischen Fragen ähnlich denkt. Das ist das Ergebnis einer Mitgliederumfrage der Online-Partneragentur PARSHIP.at unter 238 Wiener Singles, die im September 2015 durchgeführt wurde.

„Den meisten Paaren ist es wichtig, in grundsätzlichen Werthaltungen und wichtigen politischen Fragen übereinzustimmen“, weiß Mag. Caroline Erb, Psychologin bei PARSHIP.at. „Daher stimmt bei diesem Thema auch der Grundsatz: Gleich und Gleich gesellt sich gern.“ Für das Ende einer Beziehung waren unterschiedliche politische Ansichten nur bei acht Prozent der Wiener Singles schon einmal ausschlaggebend.

82 Prozent wollen am Sonntag wählen gehen

Acht von zehn Wiener Singles haben eine hohe Meinung von politischen Wahlen, sie seien „das wichtigste Werkzeug zur Mitbestimmung des Volkes in jeder Demokratie“. In diesem Sinne wollen 82 Prozent der Befragten am kommenden Sonntag von ihrem Wahlrecht in jedem Fall Gebrauch machen. Das bisherige politische Engagement der Wiener Singles umfasste laut eigenen Angaben die Teilnahme bei Demonstrationen (33%), Mitwirkung bei Bürgerinitiativen oder Volksbegehren (30%) oder auch die Mitgliedschaft bei einer Partei (13 %). Einen Wahlkampf haben bisher nur 11 Prozent aktiv unterstützt.

Anliegen von Singles in der Politik nicht ausreichend vertreten

Kritische Töne gibt es bei der Frage, ob die Anliegen von Singles in der Politik ausreichend vertreten sind: Nur sieben Prozent stimmen diese Aussage uneingeschränkt zu. Die große Mehrheit (77 %) meint, dass ihre Interessen in der Politik eher nicht bis gar nicht repräsentiert werden. Besondere Bedürfnisse von Singles umfassen dabei günstigere Mieten (52%), die Befreiung oder Reduktion von Gebühren, die pauschal statt personenbezogen eingehoben werden (51%) oder auch Themen wie Pflege- und Pensionsversicherung (45%), steuerliche Begünstigungen (40%) und Single-Packungen bei Lebensmitteln (34%).