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Vom Date zur Beziehung

Fragen zum Kennenlernen

Nichts geht über den Austausch mit einem guten Freund: Man kennt einander, weiß, was im Leben des Anderen vor sich geht, kennt Vorlieben und Abneigungen - Fettnäpfchen gibt es kaum, ebenso wenig wie unangenehme Gesprächspausen. In den meisten Fällen dauert es jedoch eine gewisse Zeit, ehe dieser Status erreicht ist.

Das erste Treffen Die ersten Schritte des Kennenlernens  –   © istockphoto.com

Ihm vorgeschoben ist die Phase des Kennenlernens. In dieser dominieren häufig Unsicherheiten und Zweifel, weil nie ganz klar ist, welche Fragen angemessen sind und welche Antworten auf Reaktanz stoßen. Dieses Thema ist ebenso für Menschen von Interesse, die sich auf Partnersuche befinden: Denn zu Beginn einer Beziehung ist schließlich nie klar, ob sich aus der neuen Bekanntschaft "nur" Freundschaft oder gar eine Partnerschaft entwickeln wird. Im Folgenden sind einige Tipps und Ratschläge zusammengetragen, die die ersten Schritte des Kennenlernens etwas einfacher und angenehmer gestalten können.

Eine Frage der Persönlichkeit

Diese Feststellung wird niemanden überraschen: Manchen Menschen fällt das Kennenlernen schwer, andere haben Freude daran oder zumindest keine Probleme damit. Eine solche Divergenz ist völlig normal, da nicht jeder gleich gesellig, offen, gesprächig, selbstbewusst usw. ist. Menschen, bei denen die Persönlichkeitseigenschaft "Extraversion" stärker ausgeprägt ist, vereinen alle eben genannten Facetten:

  • Sie haben keine Schwierigkeiten, aus sich herauszugehen.
  • Hemmungen, andere anzusprechen, kennen sie nicht.
  • Sie haben Spaß am kommunikativen Austausch mit anderen.
  • Sie denken nicht über etwaige (peinliche) Folgen nach - sie quatschen einfach darauf los.
  • In großen Gruppen - auf Partys oder Konzerten - fühlen sie sich besonders wohl: Hier existieren vielfältige Möglichkeiten, mit anderen in Kontakt zu treten.
     

Doch nicht jeder ist derart gesellig bzw. nicht in jeder Hinsicht. So wird es sicherlich viele geben, die im beruflichen Kontext, unter Freundes Freunden, auf Familienfesten etc. zwar sehr offen und gesprächig sind, im Kontext der Partnersuche aber ziemlich gehemmt sind, weil sie nicht so recht wissen, wie sie dieses "Kennenlernen" bewerkstelligen sollen. Auch gibt es introvertierte Menschen, die per se eher zurückhaltend, in sich gekehrt, schüchtern und solitär veranlagt sind. Auch dies ist völlig in Ordnung und in vielerlei Hinsicht eine gute Eigenschaft - wenn es hingegen darum geht, neue Leute kennenzulernen oder gar einen neuen Partner zu finden, erweist sich diese Facette häufig als sperrig, jedoch keineswegs ausweglos. Mit den richtigen Tipps an der Hand und einer anderen Perspektive auf die Dinge kann jeder über seinen Schatten springen.

Lockere Fragen zum Einstieg

Wer zu Beginn eher schüchtern ist und daher nicht von Anfang an wortgewandt die interessantesten Themenvorschläge machen kann, tut gut daran, den Anderen erst einmal vorsichtig kennenzulernen. Auch, wenn die Fragen etwas abgedroschen wirken können - sie sind effektiv, brechen das Eis, liefern Anknüpfungspunkte und werden irgendwann ohnehin gestellt, da deren Antworten essenziell sind:

  • Woher kommst du ursprünglich?
  • Wie lange lebst du schon hier?
  • Welches Hobby hast du?
  • Welchen Beruf übst du aus?
  • Was hast du studiert/gelernt?
  • Was hörst/isst/siehst/trinkst etc. du am liebsten?
     
Frau spricht mit Mann Lockere Fragen brechen das Eis  –   © istockphoto.com

Die Liste könnte natürlich noch um einige "Standard-Fragen" erweitert werden - allerdings ist das kaum nötig, denn wenn die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt, werden sich schon anhand weniger Einstiegsthemen weitere ergeben, sodass das Gespräch von selbst ins Rollen kommt.

"Das passt!"

In Anlehnung an den vorherigen Punkt ist dies wohl ein recht effektiver Ratschlag: Denn zumeist ist es tatsächlich so, dass zwei Menschen ziemlich schnell ein Gespür dafür bekommen, ob sie zueinanderpassen. Ist dem so, ergeben sich Themen wie von alleine oder eventuell entstehendes Schweigen stört niemanden, weil schon vorher ein Gefühl von Vertrautheit, eben ein Gefühl von "das passt!" entstanden ist. Eine genauere Definition ist leider nicht möglich, da es sehr subjektiv ist und daher unmöglich verallgemeinert werden kann. Tatsache ist jedoch, dass man spürt, wenn es da ist! In gewisser Hinsicht ist dieses Gefühl sehr entlastend: Wenn zwei Menschen gut harmonieren, können anfängliche Hemmungen gut überwunden werden; wenn sie nicht harmonieren, ist es auch nicht weiter schlimm, wenn ein erstes Gespräch den Bach hinunter geht, da beide implizit wissen, dass sie sich nicht wiedersehen wollen.

Interessiert sein

Interesse zu bekunden erzeugt Wohlbefinden beim Gesprächspartner. Entsprechend ist dieser Ratschlag relevant, egal, in welcher Rolle man sich befindet. Eher schüchterne Menschen, die von sich aus tendenziell weniger äußern oder Schwierigkeiten zu haben glauben, tun gut daran, wenn sie am Gesprächspartner Interesse zeigen. So wird dieser animiert, mehr zu sprechen, was selbst entlastet und zudem sympathisch wirkt. Gleiches gilt, wenn man selbst merkt, dass das Gegenüber ziemlich unsicher wirkt und Unwohlsein ausstrahlt. Wer in solchen Situationen demonstriert, dass Interesse an seiner Person besteht, ebnet dem Anderen dadurch vielleicht den Weg, aus seiner Hemmung herauszutreten und offener zu kommunizieren. So oder so: Am Anderen interessiert zu sein macht einen guten Eindruck und hilft einem selbst, mehr über den potenziellen Partner in Erfahrung zu bringen.

Versuchen, typische Fettnäpfchen zu vermeiden

Einige Themen sollten nur mit äußerster Feinfühligkeit angesprochen werden bzw. erst, nachdem man einander besser kennt. Für viele fällt es schwer, Themen anzusprechen, die für sie subjektiv als belastend oder unangenehm empfunden werden - und hierbei können die Meinungen stark auseinandergehen. Themen über das eigene Hobby, Haustier oder den Beruf sind zumeist relativ neutral, sodass sie ohne Bedenken angesprochen werden können. An andere Themen hingegen sollte sich vorsichtig herangetastet werden, bzw. sollten sie auf einen späteren Zeitpunkt im Prozess des Kennenlernens verschoben werden. Hierzu können (neben vielen anderen) die Folgenden gehören:

  • Fragen zu vergangenen Beziehungen
  • Tief greifende Debatten über Politik, Ethik, Religion (manch einer ist in diesem Punkt äußerst empfindlich oder gar fanatisch)
  • Detaillierte Fragen zur Familie (unter Umständen herrschen Streitigkeiten, vielleicht gab es kürzlich Trauerfälle etc.)
  • Den eigenen Standpunkt hinsichtlich gewisser Lebensbereiche eventuell erst einmal zurückhalten; man weiß nie, wer einem gegenübersitzt (z. B. "Vegetarier sind doch verrückt!", "Ich finde Menschen total nervig, die auf Demonstrationen gehen!", "Wie kann man nur dieses und jenes mögen, so etwas Lächerliches!" usw.)
     

Die eigene Situation und die des Anderen

Gerade beim Kennenlernen eines potenziellen Partners fühlen sich viele Menschen besonders inkompetent. Sie meinen, unattraktiv, uninteressant und unkommunikativ zu sein. Sie sind sich sicher, dass der Andere absolut selbstbewusst und eloquent ist, weshalb er sich im Gespräch garantiert langweilen und einen angenehmeren Gesprächspartner wünschen wird ... Tatsächlich aber, geht es in der Regel beiden Seiten gleich. Niemand kennt den Anderen und kann daher unmöglich abschätzen, wie sich das Gespräch entwickelt und was zu erwarten ist. Sich diese Tatsache vor Augen zu führen kann helfen, etwas Unbehaglichkeit aus der Situation zu nehmen. Warum nicht ansprechen, wie unsicher man gerade ist? Warum nicht zum Thema machen, dass das Kennenlernen anstrengend ist? Warum nicht Anekdoten erzählen, welche aberwitzigen Verhaltensweisen man in der Vergangenheit in ähnlichen Situationen an den Tag gelegt hat? - Wenn die Chemie passt, wird sich hieraus ein entspanntes Gespräch entwickeln; wenn der Andere die Augen verdreht, kann man sich getrost verabschieden und auf die Suche nach einem neuen ersten Gespräch machen.

Es ist kein Wettlauf, sondern ein erster Schritt auf einem hoffentlich nie endenden Weg

Wer es schafft, sich eine kleine Tatsache stets zu vergegenwärtigen, wird im Gespräch mit anderen (und prinzipiell während des gesamten Kennenlernens) wesentlich entspannter sein: Es geht hierbei nicht darum, den Besseren von beiden auszumachen. Daher spielt es keine Rolle, wer wortgewandter, charmanter, höflicher, witziger, interessanter usw. ist! Das Kennenlernen als derartigen Wettstreit zu verstehen erzeugt nur Druck und ist zudem absolut nicht zielführend. Denn es sollte ausschließlich darauf ausgerichtet sein, sich vorsichtig zu "beschnuppern" um abschätzen zu können, ob der bislang Fremde zukünftig der neue Partner sein könnte. Statt sich permanent Gedanken darüber zu machen, ob man auch wirklich einen guten Eindruck macht, sollte man sich lieber fragen, inwieweit es denkbar ist, in naher Zukunft in die neue Bekanntschaft verliebt zu sein - darum geht es schließlich bei der Partnersuche ...

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