Parship-Umfrage: Single-Alltag in Zeiten der Corona-Krise

30.04.2020 Katharina Hemmelmair
Parship-Umfrage: Die heimischen Singles bewältigen die Corona-Krise, indem sie Struktur in ihren Tagesablauf bringen. Mehr Frauen als Männer nutzen die Zeit des Physical Distancing für neue Projekte und eine aktive Freizeitgestaltung. Single-Frauen legen außerdem deutlich mehr Wert auf einen regelmäßigen Austausch mit ihrem sozialen Umfeld.

Wien,

Unser aller Alltag wird momentan vom Corona-Virus bestimmt. Ein Großteil der Singles begegnet dieser Herausforderung, indem er Struktur in den Tagesablauf bringt und an bestehenden Gewohnheiten festhält. Ein Drittel der Singles bestätigt, zu regelmäßigen Zeiten zu essen, zur gleichen Zeit aufzustehen und auch zur gewohnten Uhrzeit ins Bett zu gehen. Frauen legen allerdings deutlich öfter als Männer darauf Wert, sich morgens „richtige“ Kleidung anzuziehen (Frauen 35 %, Männer 24 %) und sie integrieren häufiger Sport zu festen Zeiten in ihren Alltag (Frauen 34 %, Männer 24 %). Frauen sind insgesamt aktiver und setzen viele Projekte in den eigenen vier Wänden um. Weiters kommunizieren sie intensiv mit Familie und Freunden. Männer scheinen allgemein mehr Schwierigkeiten im Umgang mit der neuen Situation zu haben und fühlen sich auch häufiger einsam (Männer 39%, Frauen 31%). Das ergab eine aktuelle Umfrage der Online- Partneragentur Parship unter 676 Mitgliedern aus Österreich.

Frauen gestalten ihre Freizeit aktiver

Bei der Freizeitgestaltung sind Frauen einfallsreicher als Männer: 53 Prozent setzen Projekte wie Ausmalen, Ausmisten oder das Sortieren von Fotos um (Männern 40%). Auch mit neuen Koch- und Backrezepten beschäftigen sich Frauen deutlich mehr als Männer (49% vs. 36%). 45 Prozent der Frauen achten vermehrt auf eine gesunde Ernährung (Männer 35%) und jede dritte Single-Frau macht außerdem regelmäßig Indoor-Sport (Männer 24%). Fast die Hälfte der Frauen liest mehr, bei den Männern gilt dies für ein Viertel der Befragten. 26 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen genießen es auch einfach mal in den Tag hineinzuleben.

Parship-Psychologin Caroline Erb: „Frauen begegnen dieser Ausnahmesituation entschlossener und aktiver als Männer. Struktur und eine kreative Freizeitgestaltung geben Sicherheit und sorgen für einen bewussten und abwechslungsreichen Tagesablauf. Männer warten tendenziell eher, wie sich die Situation entwickelt und fühlen sich vergleichsweise einsamer. Frauen suchen in jedem Fall häufiger den Austausch. Sie kommunizieren mehr und auf vielfältigen Kanälen mit Familie und Freunden. Das war schon vor der Krise so und wird jetzt intensiviert.“

Männer sind weniger kommunikativ

Am meisten vermissen die heimischen Singles ihre Freunde (61%), gefolgt von den Eltern (34%) und dem besten Freund/der besten Freundin (33%). Die Arbeitskollegen vermissen Männer etwas mehr als Frauen (Männer 25 % vs. Frauen 21 %). Frauen halten mehr Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld: 65 Prozent nutzen Nachrichtendienste wie WhatsApp und 64 Prozent Telefonate, um mit ihren Familien und Freunden in Verbindung zu bleiben. Bei den Männern sind es deutlich weniger: 47 Prozent nutzen Nachrichtendienste und 38 Prozent telefonieren, um sich in Zeiten des Physical Distancing auszutauschen oder auf dem Laufenden zu halten. Auch über Social Media bleiben Frauen besser verbunden als Männer (28 vs. 15 Prozent).

Studieninfos: Für die Studie wurden von 25. bis 30. März 2020 mittels einer Online-Umfrage 676 Parship-Mitglieder befragt. Die Ergebnisse wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact ausgewertet.